Daniel Banck
Webentwicklung – Webdevelopment
Webentwicklung – Webdevelopment
Letzte Woche entschied ich mich mein nun doch etwas überfordertes 100mb Webhosting-Paket gegen einen schicken Virtual Private Server zu tauschen. Nach einem kurzen Dialog mit dem Support meines Hosters war klar, dass ich diesen dafür nicht verlassen, sondern ihm treu bleiben werde.
Nach wenigen Stunden war alles geklärt und ich erhielt die Zugangsdaten für ein frisches Debian Etch inkl. Confixx, sowie eine VPS Management Console. Ich habe mich anfäglich erstmal für Confixx entschieden, da ich gerne mal andere für mich arbeiten lasse und nicht alles per Hand machen wollte. Jedoch war – wie sich später rausstellte – Confixx auch nicht gerade die ideale Wahl, aber dazu später mehr.
Voller Elan und motiviert durch den neuen Server machte ich mich ans Werk, alle alten Daten von meinem Webhosting-Paket zu migrieren. Das funktionierte auch alles soweit einwandfrei. Nur phpbb 3 meckerte wegen der Datenbank rum. Abhilfe hat eine Umstellung aller Zeichensätze auf UTF-8 gebracht. (Siehe dazu: Link).
Nun, wenn einmal alles läuft, kann man es ja nicht dabei lassen. Nun wollte ich suphp nutzen, um dem Ganzen etwas mehr Sicherheit zu geben, denn damit werden die php-Script unter den Benutzerrechten ausgeführt. Nach etwas hin und her war jedoch auch diese Hürde geschafft. (Danke an Link)
Nachdem nun wirklich alles lief, wollte ich den Server natürlich noch zu mehr nutzen, als nur als Webserver. Ein Voice-Server wäre nicht schlecht. Da aber TeamSpeak mit den teilweise hohen Delays beim Sprechen nicht in Frage kam, sollte es Ventrilo sein. Doch da kam ein Exploit dazwischen, der nun mittlerweile selbst nach fünf Tagen noch nicht vom Ventrilo-Team gefixxt worden ist. Also blieb nur noch Mumble. Eigentlich ein sehr netter Server, wenn da nur nicht die ganzen Paketabhängigkeiten wären. Und da vor allem aktuelle Versionen benötigt wurden, kam ich da mit Debian Etch nicht weiter.
Warum also nicht ein dist-upgrade auf Lenny? Gesagt, getan. Das war aber zu viel des Guten. Erstmal lief Confixx wegen des Perl-Updates von 5.8 auf 5.10 nicht mehr ordentlich, wobei da ein Parallelsupdate (Ja, es hat sogar mal funktioniert) abhilfe schuf. Nachdem ich auch den Apache wieder zum Laufen gebracht hatte, dem suphp plötzlich nicht mehr gefiel, wollte ich mit Confixx noch die Configurationsdateien aktualisieren. Dies war aber nicht möglich, da meine Lizenz auf einmal ungültig war. Das wird wohl am dist-upgrade gelegen haben.
Nach kurzen Überlegen entschied ich mich den ganzen Müll wieder Platt zu machen und auf SysCp zu wechseln. In der aktuellen Version von SysCP, die mit dem VPSMC Image kam, fehlten jedoch elementare Funktionen, also wurde der Server wieder einmal neu gemacht, diesmal kam einfach ein pures Debian Etch drauf.
Nachdem ich nun alle nötigen Pakete von Hand installiert hatte, nahm ich eine SVN-SysCP-Version. Jene war wesentlich besser und hatte außerdem ein paar nette Designänderungen, welche die Bedienung vereinfachten. Aber selbst das war aus irgendeinem Grund, welchen ich jetzt vergessen habe, nicht das Wahre.
Also als Ende vom Lied bin ich jetzt wieder bei einem Debian Etch mit Confixx. Statt suphp benutze ich nun den suhosin-Patch für PHP, der in etwa das Gleiche bewirkt. Apache2 läuft nun mit Version 2.2.3 und PHP mit Version 5.2.0. Ist zwar nicht das Aktuellste, aber durchaus vertretbar.
Nun wird da nur noch ein Ventrilo Server drauf kommen, wenn die Entwickler es denn endlich schaffen, den Bug zu beheben…. (wenn sie überhaupt schon davon wissen)
Es waren also ein paar durchaus interessante Tage und ich habe viel dabei gelernt.
Zuletzt möchte ich noch ein Lob an den klasse Support von Schramm e.K. richten. Danke!